12. April: »Das Paradies ist überall.« – 500 Jahre Reformation Gesamtübersicht der Orte (alphabetische Reihenfolge) und Beispieltexte

  • Alexanderplatz
  • Alter Park Tempelhof
  • Botanischer Garten
  • Boxhagener Platz
  • Dorothea-Schlegel-Platz
  • East-Side-Gallery
  • ehemalige Krolloper
  • Ernst-Reuter-Platz
  • Frankfurter Tor
  • Französischer Dom
  • Gendarmenmarkt
  • Görlitzer Park
  • Großer Stern
  • Hackescher Markt
  • Messegelände
  • Humboldt-Universität
  • IGA Berlin 2017, Gärten der Welt
  • IGA Berlin 2017, Kienbergpark
  • IGA Berlin 2017, Blumenhalle
  • Insulaner, Wilhelm-Foerster-Sternwarte
  • Joachimsthaler Platz
  • John-F.-Kennedy-Platz
  • Klosterruine
  • Leipziger Platz
  • Lietzenseepark
  • Lustgarten
  • Martin-Gropius-Bau
  • Mauerpark
  • Monbijoupark
  • Neustädtischer Kirchplatz
  • Nikolaiviertel
  • Parlament der Bäume
  • Paul-Löbe-Haus
  • Platz des 18. März
  • Platz der Luftbrücke
  • Platz der Republik
  • Potsdamer Platz
  • Prinzessinnengärten
  • Rosengarten an der Karl-Marx-Allee
  • Savignyplatz
  • Schloss Bellevue
  • Schloss Charlottenburg
  • Seenlandschaft Ober- und Orankesee
  • Spreebogenpark
  • Stadtpark Steglitz
  • Strausberger Platz
  • Tierpark Friedrichsfelde, Schlosseingang
  • Treptower Park
  • TXL Spotting
  • Unter den Linden
  • Viktoria-Luise-Platz
  • Viktoriapark
  • Volkspark am Weinberg
  • Volkspark Friedrichshain
  • Volkspark Hasenheide
  • Volkspark Humboldthain
  • Wasserturmplatz
  • Weißer See
  • Wittenbergplatz
  • Zoologischer Garten, Elefantentor
  • Zoologischer Garten, Löwentor

Änderungen vorbehalten, Stand 12. April 2017

Drei exemplarische Tore (analog zu Pressefotos):

**Tor am Alexanderplatz: Ein Paradies für Zar und Zimmermann**

Ein Zar ist an herrschaftliche Paradiese auf Erden gewöhnt. Daher erschien es dem preußischen König im Nachhinein nicht mehr herrschaftlich genug, dass er 1805 den russischen Zaren auf dem „Platz vor dem Königs Thor“ empfangen hatte. Der Platz erhielt also einfach den Namen des Zaren und hieß fortan Alexanderplatz. 150 Jahre später lag er in der DDR, die wenig Sympathien für das Zarenhaus hegte, aber dem einfachen Arbeiter das Paradies vorgaukeln wollte. Der Zimmermann sollte sich hier wie im Paradies fühlen, nicht mehr der Zar, und so wurde der Alex ganz im sozialistischen Sinne umgestaltet. Gerade paradiesisch mutet er zwar seither nicht mehr an, aber ein Paradies der kleinen Leute ist er trotzdem: mit den vielen Einkaufszentren, gastronomischen Einrichtungen oder der Berliner Sparkasse im Alexanderhaus. Rund 250 Künstler aus über 40 Nationen verorteten im Herbst 2003 das Paradies in einem Bunker unter dem Alexanderplatz, und wer es lieber irdisch mag, dem bleibt immer noch das Taschenparadies im Einkaufszentrum gleich gegenüber…

Tor an der Humboldt-Universität: Paradies mit Exzellenzstatus

Die Humboldt-Universität ist die älteste der vier Berliner Universitäten. Gegründet wurde sie mit dem ehrgeizigen Ziel, ein neues Bildungssystem in Preußen einzuführen – nämlich die enge Verbindung von Forschung und Lehre, Akademische Freiheit und die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden. Vieles davon hat sich in den gut 200 Jahren seit der Gründung der Universität erfüllt. Heute gibt es an 11 Fakultäten beinahe 250 verschiedene Studiengänge und mehr als 35.000 Studierende. Verglichen mit den Schwierigkeiten der ersten Jahrzehnte, den Problemen während und nach den großen Kriegen, herrschen hier geradezu paradiesische Zustände. Bei internationalen Vergleichen hat die Humboldt-Uni als zweitbeste deutsche Universität blendend abgeschnitten, und im Rahmen der Exzellenzinitiatve des Bundes und der Länder erhielt sie den Exzellenzstatus – eine überaus passende Würdigung für das ehrwürdige Gebäude an der Prachtstraße Unter den Linden.

Tor am Gendarmenmarkt: Das Musikparadies

Viele sagen, der Gendarmenmarkt sei überhaupt der schönste Platz Berlins – vermutlich zu Recht. Angelegt hat ihn der preußische König Friedrich I. noch als Kurfürst inmitten der nach ihm benannten Friedrichstadt. Flankiert vom Französischen Dom im Norden und dem Deutschen Dom im Süden erhebt sich im Zentrum das Konzerthaus Berlin – genau an der Stelle, an der zu Zeiten Friedrichs des Großen ein kleines französisches Komödientheater stand. Das Konzerthaus – damals hieß es noch Schauspielhaus – ist im Krieg fast völlig zerstört worden, wurde aber in den 80er-Jahren weitgehend originalgetreu nach den Schinkelschen Plänen wieder aufgebaut. Das hauseigene Konzerthausorchester gibt hier etwa 100 Konzerte pro Saison, insgesamt finden jährlich rund 550 Veranstaltungen in den vier Spielstätten des Hauses statt, unter anderem wurde hier – unter Beteiligung von viel Prominenz aus Kirche und Politik – das Reformationsjubiläum 2017 mit einem Festakt eröffnet.